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Dein Design toetet Conversions: warum Ego teuer ist

Dein Design toetet Conversions: warum Ego teuer ist

Branding Strategie Marketing Psychologie

Hey, Ego‑Buster—

Es gibt eine stille Epidemie im Marketing: Marken gestalten fuer sich selbst statt fuer ihre Kunden.

Es sieht nach Innovation aus. Es fuehlt sich nach Geschmack an. Es gewinnt Awards.

Aber wenn du die Pixel abziehst, findest du oft ein Produkt, das grossartig aussieht und katastrophal performt.

Das ist nicht nur schlechtes Design — es ist Ego‑Design.

Die Verfuehrung des Branding‑Narzissmus

Seien wir ehrlich: Viele Designentscheidungen kommen von oben, nicht aus User‑Daten. Founder, die Minimalismus lieben. CMOs, die Wettbewerber jagen. Agenturen, die fuer Dribbble designen, nicht fuer Usability.

In einer NN/g‑Umfrage 2023 gaben 67% der In‑house‑Designer an, Interfaces haeufig anzupassen, um „Stakeholder‑Geschmack zu treffen“ — auf Kosten der Nutzer‑Klarheit.

Das ist nicht user‑centered. Das ist ein Branding‑Selfie.

Und es ist teuer. Marken verbrennen Millionen, um digitale Experiences zu bauen, die die Menschen vertreiben, die sie eigentlich bedienen wollen.

Gartner berichtet, dass Unternehmen im Schnitt 17% ihres Designbudgets fuer aesthetische Aenderungen verschwenden, die keinerlei Nutzer‑Performance verbessern.

Ego‑Design in Aktion — die Airline, die den Booking‑Button versteckte

2021 launchte eine europaeische Airline ein visuell spektakulaeres Redesign. Hero‑Videos. Parallax. Unsichtbares Menu. Schwebende Typografie. Ein Webby‑Award, Applaus in Design‑Blogs.

Binnen drei Monaten stiegen Support‑Tickets um 38%, die meisten Beschwerden betrafen unklare Buchungsschritte.

Interne Analytics zeigten: Die Click‑Through‑Rate der Homepage‑CTA fiel um 44%. Ein UX‑Audit zeigte, dass Nutzer den „Book Now“‑Button erst nach 10 Sekunden Scroll fanden.

Der Schuldige? Ein Creative Director, der wollte, dass sich die Homepage „wie ein cineastisches Erlebnis“ anfuehlt.

Das Ergebnis? Ein cineastisches Desaster.

Ein Eye‑Tracking‑Test zeigte: Weniger als 12% der Nutzer bemerkten den Booking‑Button in unter 8 Sekunden. Das ist eine Ewigkeit im Digitalen.

Ego ist teuer. Verwirrung kostet.

Was ego‑getriebenes Design verursacht:

  • Reibung im Namen von Flair.
  • Neuheit vor Funktion.
  • Aesthetik vor kognitiver Klarheit.

Und es schlaegt krachend zurueck.

Eine Forrester‑Studie 2022 zeigt: Schlechte UX fuehrt dazu, dass 89% der Nutzer nach einer frustrierenden Erfahrung zur Konkurrenz wechseln — und Ego‑Interfaces gehoeren zu den groessten Frustrationstreibern.

Eine Baymard‑Meta‑Analyse zeigt, dass 68% der E‑Commerce‑Nutzer ihren Warenkorb wegen Usability‑Problemen abbrechen — viele davon wegen ueberkomplizierter, selbstverliebter Gestaltung.

Warum „Taste“ keine Strategie ist

Geschmack ist subjektiv. Usability ist messbar.

Wenn ein CMO eine Pastellpalette pusht, „weil sie premium wirkt“, oder ein Founder eine reine Textnavigation will, „um anders zu sein“, designst du nicht fuer dein Publikum. Du designst fuer dich selbst.

Deine KPIs leiden. Dein Team wird blamed. Und deine Kunden? Sie springen ab.

2023 redesignte ein SaaS‑Startup seinen Onboarding‑Flow, um „smoother“ zu wirken. Danach fiel die Trial‑to‑Paid‑Conversion um 21%.

Warum?

Sie versteckten die Signup‑Logik hinter Modals und ueberdesignten Steps. Ein Rollback auf die alte, simplere UI brachte die Conversions in zwei Wochen zurueck.

So erkennst du Ego‑Design in deiner Arbeit

Frag dich:

  • Wen soll dieses Layout zufriedenstellen — Nutzer oder CEO?
  • Sind die visuellen Entscheidungen durch Daten begruendet oder nur „Gefuehl“?
  • Haben wir A/B‑Tests gemacht, bevor wir grosse aesthetische Aenderungen fixiert haben?
  • Hilft das Design dem Nutzer zu handeln — oder laesst es uns cool aussehen?

Der schwierigste Teil? Zu erkennen, dass kreativer Stolz dein Conversion‑Killer sein kann.

Tipp: Schau Heatmaps an. Wo Nutzer wirklich klicken, zeigt, wie sehr visuelle Prioritaeten von Verhalten abweichen.

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Design fuer das Gehirn, nicht fuer das Portfolio

Einige der best‑performenden Designs wirken… langweilig. Amazon, Booking.com, Basecamp.

Aber langweilig ist nicht schlecht. Langweilig ist unsichtbar. Unsichtbar heisst nutzbar.

Diese Plattformen sind nicht fuer Portfolios gebaut, sondern fuer die Strecke von A nach B ohne kognitive Reibung. Das ist nicht langweilig — das ist brillant.

NN/g zeigt, dass visuell einfache Interfaces die Task‑Success‑Rate um bis zu 47% steigern im Vergleich zu High‑Design‑Interfaces. Wenn Funktion Form fuehrt, verschwindet Reibung.

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Handlungsstrategie: Anti‑Ego Design Sprint

Beim naechsten Redesign:

  1. Interviewe 5 Kunden. Frage, was sie als Erstes erwarten.
  2. Mache den 3‑Sekunden‑Test: Verstehen sie sofort, was du anbietest?
  3. Entferne 1 dekoratives Element pro Funnel‑Step.
  4. Definiere Erfolg ueber Klarheit, nicht Kreativitaet.
  5. Benenne eine Person als „Usability‑Devil’s‑Advocate“, deren Job es ist, bei jeder Ego‑Entscheidung zu widersprechen.

Merke: Klarheit konvertiert. Ego schmeichelt.

Am Ende

Deine Marke ist nicht deine Aesthetik. Sie ist die Klarheit deines Versprechens und die Leichtigkeit, mit der Menschen Ja sagen koennen.

Design fuer deine Nutzer, nicht fuer dein Ego.

Bis zum naechsten Mal, bleib bescheiden.

Alex

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Muede vom Entscheiden zwischen schoen und profitabel?

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