Hey, Business‑Enthusiasten! Willkommen zurueck bei "Business Hacks & Theories". Beim letzten Mal ging es um die Reise von Momofuku Ando, dem Erfinder der Instant‑Nudeln — den Artikel findest du hier. Diese Woche setzen wir die Reihe "Lessons from Failure" fort: mit der Geschichte von Robert H. Goddard, dem Vater der modernen Raketentechnik.
Die Fixierung auf Erfolg erzeugt unrealistische Erwartungen und den Druck, andere zu imitieren. Diese soziale Emulation kann persoenliche und finanzielle Rueckschlaege ausloesen. Fehler zu studieren ist entscheidend, um realistischer zu denken und bessere Entscheidungen zu treffen.
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Robert H. Goddard wurde 1882 in Worcester, Massachusetts, geboren. Schon früh war er von Raumfahrt fasziniert, inspiriert durch H.G. Wells und „The War of the Worlds“. Am 19. Oktober 1899, mit 17 Jahren, kletterte er auf einen Kirschbaum, um tote Äste zu schneiden — ein Tag, der seine Vision prägte.
Beim Blick in den Himmel stellte er sich vor, ein Gerät zu bauen, das Mars erreichen könnte. Später schrieb er:
“On this day I climbed a tall cherry tree at the back of the barn ... and as I looked toward the fields at the east, I imagined how wonderful it would be to make some device which had even the possibility of ascending to Mars, and how it would look on a small scale, if sent up from the meadow at my feet. I have several photographs of the tree, taken since, with the little ladder I made to climb it, leaning against it. It seemed to me then that a weight whirling around a horizontal shaft, moving more rapidly above than below, could furnish lift by virtue of the greater centrifugal force at the top of the path. I was a different boy when I descended the tree from when I ascended.
Existence at last seemed very purposive.”
Trotz schwerer gesundheitlicher Probleme, die ihn als Teenager ans Bett fesselten, nutzte Goddard die Zeit, um zu lesen und seine Ideen zu entwickeln. 1907 führte er erste Raketentests durch, die beinahe ein Schulgebäude in Brand setzten.
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Er ließ sich nicht beirren. 1914 erhielt er Patente für mehrstufige Raketen und Flüssigtreibstoff-Raketen. Trotz Misserfolgen und öffentlicher Skepsis arbeitete er weiter. 1926 startete er die weltweit erste Flüssigtreibstoff-Rakete. Ein bescheidener Erfolg — aber der Beginn der modernen Raumfahrt.
Der Start 1926 fand in einem Kohlfield in Auburn, Massachusetts, statt. Die Rakete, „Nell“, war etwas über 3 Meter hoch und flog 2,5 Sekunden, erreichte 12 Meter Höhe und landete 56 Meter entfernt. Die lokale Presse verspottete ihn, und Goddard wurde von Medien und Kollegen lächerlich gemacht.
Im Zweiten Weltkrieg trug seine Arbeit zur Rocket-Assisted Takeoff-Technologie bei und verbesserte militärische Kapazitäten. Bescheiden und zurückhaltend finanzierte er Forschung oft selbst. Ein Zitat fasst seine Haltung zusammen:
"It is difficult to say what is impossible, for the dream of yesterday is the hope of today and the reality of tomorrow."
Seine Pionierarbeit inspirierte Generationen von Wissenschaftlern und Ingenieuren und ebnete den Weg zu den Apollo-Missionen. Sein Vermächtnis lebt im NASA Goddard Space Flight Center weiter.
Lessons aus Goddards Fehlern
- Ausdauer gegen Widerstände: Goddard gab trotz Rückschlägen nicht auf. Jeder Versuch brachte ihn näher ans Ziel.
- Innovation aus Leidenschaft: Seine Hingabe zur Raumfahrt trieb ihn zu Durchbrüchen, trotz Skepsis.
- Vom Fehler lernen: Er behandelte Misserfolge als Daten, um Designs zu verbessern.
- Wirkung über den kurzfristigen Erfolg hinaus: Seine Arbeit legte die Grundlage für die Raumfahrt und beeinflusste Fortschritt langfristig.
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In "Lessons from Failure" will ich zeigen, dass Scheitern Teil des Weges zum Erfolg ist. Jede Story beleuchtet Schwierigkeiten, Resilienz und die Wendepunkte, die Fehler in Momentum verwandeln.
Was, wenn dein nächster Fehler der Samen deines größten Erfolgs ist?
Danke, dass du diesen Weg von Robert H. Goddard begleitet hast.
Bis zur nächsten Ausgabe von "Business Hacks & Theories"!
Mit Liebe,
Alex :)
